Guten Tag,

ich heiße Joshi. Ich bin ein 11 Jahre alter Riesenschnauzer-Rüde. Ich denke, ich darf von mir sagen, dass ich ein typischer Vertreter meiner Rasse bin. Ich bin sehr fröhlich, stets lebhaft und ich bin sehr wachsam.

Ich kam als Welpe, im Alter von 9 Wochen, in meine Familie. Meine Familie hatte vor mir bereits schon einen Riesenschnauzer-Rüden namens Eddy und war eigentlich nicht so ganz unerfahren im Umgang mit Hunden … dachten sie jedenfalls, bis ich los legte! Zurück zu mir …. also .. meine Züchterin war eine sehr gewissenhafte und sympathische Frau und stand anfänglich meiner Familie mit Rat und Tat zur Seite und so fühlten sich Frauchen und Herrchen rundherum glücklich mit mir. Ich besuchte dann eine Welpengruppe und einen „Grundkurs“ in einer Hundeschule. Leider fing ich schon in der Welpenschule an, mit einem Rottweiler-Rüden zu raufen und andere Rüden „anzupampeln“. Frauchen und Herrchen schätzen mich und einige meiner Wesenszüge – mangels Erfahrung – falsch ein und so festigten sich bei mir einige Verhaltensweise, welche besonders mein Frauchen – im Laufe der Jahre - ganz schön unter Druck brachten. Hier einige Beispiele:

Meine Abneigung anderen Rüden gegenüber behielt ich bei und so pampelte ich auf Spaziergängen  gerne andere Rüden an. Hundemädels gegenüber verhielt ich mich übrigens stets freundlich und korrekt. Dies nur neben bei bemerkt. 

Wenn Besuch zu uns nach Hause kam und ich die Menschen gerne hatte, freute ich mich so wild, dass der Besuch am liebsten wieder sofort gehen wollte.

Wenn ich mit Frauchen alleine in einer Stadt war (wir wohnen eher ländlich) war ich so nervös und zappelig, dass Frauchen Mühe hatte mich zu halten.

Zuhause wollte ich nur im Eingangsbereich liegen, damit ich den Eingang und die anderen Räume im Erdgeschoss kontrollieren konnte.

Zusammenfassend kann man sagen, besonders meinem Frauchen zeigte ich immer wieder, dass ICH der CHEF im Haus sein wollte.

Tja… Frauchen war darüber ziemlich verzweifelt, weil sie mich so furchtbar lieb hat und viel Zeit mit mir verbringt, aber zugeben musste, dass ich ihr immer mehr „über den Kopf wuchs“.   Also .. ging mein Frauchen „mit sich ins Gericht“ J und kam zum Schluss, dass es - „SO WIE BISHER“ - nicht weitergehen könnte.

Frauchen las daraufhin gaaaanz viele Hundebücher, suchte Kontakt zu anderen Menschen mit langjähriger „Hundehaltung-Erfahrung“ und sah sich die Arbeit von verschiedenen Hunde-Trainern an. Frauchen wollte mich nämlich nicht unter Druck setzen beim Training, wollte mich NICHT mit Gewalt erziehen, nicht mit Leinenruck und auch nicht mit Stachelhalsband arbeiten. Frauchen suchte nach einer passenden Trainingsmethode, die uns BEIDEN gefiel.

Tja .. und was soll ich sagen: eines Tages lernte mein Frauchen Frau Lechtenfeld und ihre Arbeitsweise mit Hunden kennen. Und dann … dann machte es KLICK bei meinem Frauchen. Sie lernte von Frau Lechtenfeld, dass ich ein Hund bin, der rassebedingt mit einem Schutztrieb ausgestattet ist und sich deshalb eben fremden Menschen gegenüber anders verhält als zum Beispiel ein Retriever, dass ich aber auch ein eher unsicherer Hund bin, der von meinem Frauchen in eine Führungsrolle gedrückt worden war, die ich gar nicht haben wollte, dass ich mit meiner Körperhaltung meinem Frauchen versuchte mitzuteilen „warum“ ich „wie“ reagiere und mein Frauchen dies nicht verstand, dass mein Frauchen selber häufig sehr inkonsequent und nervös im Umgang mit mir reagierte usw.

Alles kann ich hier jetzt nicht berichten, dies wäre zu umfangreich, aber Frauchen freut sich sehr, dass sie in  Frau Lechtenfeld eine Trainerin gefunden hat, die mein Frauchen und mich als TEAM versteht, die sowohl die persönlichen Eigenschaften meines Frauchens als auch meine Wesenzüge berücksichtigt im Training und die durch ihre Arbeit sehr dazu beigetragen hat, dass Frauchen und ich uns noch enger verbunden fühlen als früher.

Leider hat mein Frauchen Frau Lechtenfeld erst kennen gelernt als ich schon ein älterer Herr war. Einiges habe ich noch gelernt, manches hätte ich noch lernen können, aber .. da kam Frauchens Inkonsequenz doch teilweise wieder zu Tage und so ließen sich einige alte Verhaltensgewohnheiten von uns nicht mehr ändern. Jaaaa, ich gebe es zu … so habe ich manche Unarten beibehalten. J

Übrigens, Frauchen geht heute noch gerne zum Hundetraining von Frau Lechtenfeld -  mittlerweile auch ohne mich, da ich leider körperlich nicht mehr so richtig fit bin - alldieweil Frauchen von Frau Lechtenfeld immer wieder Neues und Interessantes zum Thema HUND lernen kann.

Ach .. und noch eines möchte ich sagen … ich, Joshi, mag Frau Lechtenfeld total gut leiden. Ich flippe immer aus vor Freude, wenn sie uns besuchen kommt und ich lasse mich von ihr auch gerne streicheln und verwöhnen.

 

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