Kind und Hund  

 

Das Thema Kinder und Hunde ist immer wieder sehr aktuell. Schon wegen der oft sehr schlimmen Beißvorfälle die im Zusammenhang mit Kind und Hund passieren. Die meisten dieser Vorfälle hätten vermieden werden können, wenn die Erwachsenen mehr auf gepasst hätten.

Aber Kind und Hund können auch ein sehr liebevolles Verhältnis zueinander haben, wenn ein paar Regeln beachtete werden.

Meine eigene Tochter ist mit Hunden aufgewachsen. Deshalb möchte ich hier ein paar Tipps für die Eltern geben. Diese Regeln sollten beim eigenen Hund genauso gelten, wie beim fremden Hund.

Achten sie immer auf Hund und Kind, wenn die beiden zusammen sind. Hunde verhalten sich wie Hunde und Kinder wie Kinder.

 Zu sagen " der tut schon nichts"  ist leichsinnig. Auch der netteste Hund wird sich irgendwann genervt fühlen und da die Kinder oft die Signale des Hundes nicht verstehen, wird er evt. deutlicher. Dafür muss der Hund gar nicht mal beißen, auch pitschen tut weh. Und meistens ist es dann aus Sicht der Eltern der " böse Hund" schuld.

Bringen sie ihrem Kind bei, dass es nie einen Hund beim Fressen oder schlafen stört oder gar versucht dem Hund Futter abzunehmen. Dasselbe gilt für Spielzeug.

Lassen sie ihr Kind nicht alleine ( ohne Erwachsene ) mit dem Hund spazieren gehen. Wenn es aus Sicht des Hundes gefährlich wird,   z. B. es kommen fremde Menschen oder Hunde, wird er das Kind verteidigen. Und das Kind kann den Hund dann nicht mehr halten. Oder wird in eine Hundebeißerei verwickelt.

Sagen sie ihrem Kind:

Laufe nie vor einem Hund davon. Auch wenn du Angst hast. Schau einem Hund nie starr in die Augen, oder schlage nach ihm. Auch dann nicht wenn er nach dir greift. Bleibe lieber ruhig stehen, lass die Arme ruhig am Körper und guck woanders hin.

Kein Hund ist wie der andere. Nur weil der Hund von der Oma so nett ist, braucht es ein genauso aussehender nicht sein.

 

Vermeide alles was der Hund als Bedrohung auffassen könnte. Also nicht mit Stöcken rumschlagen, den Hund ärgern usw.

Wenn du einen  Hund begrüßen willst, renn nicht auf ihn zu. Bei fremden Hunden frag erst den Besitzer, ob der Hund gestreichelt werden will. Geh erst zu dem Hund, wenn der Besitzer es dir erlaubt.

Wenn du mit einem Hund spielst, achte darauf, seinen Zähnen nicht zu nahe zu kommen. Hunde halten ihr Spielzeug mit den Zähnen fest. Warte bis er das Spielzeug von selber loslässt. Achte darauf, dass Erwachsene in der Nähe sind.

Versuch niemals raufende Hunde zu trennen. Hol lieber Erwachsene zur Hilfe.

Noch ein Tipp:

Wenn der Hund sich zurückzieht, z.B. nach Spielen und Toben oder wenn viel Trubel im Hause ist, ist dies unbedingt zu respektieren und der Hund ist dann absolut in Ruhe gelassen zu werden. 

Und nochmals auch wenn ihr Hund an Kinder gewöhnt ist, sollte man bedenken, dass sich das " rudeleigene Kind " oftmals deutlich mehr herausnehmen kann als nicht zur Familie gehörende Kinder.

 

Und nur weil Ihr Hund Kinder gewöhnt ist, heißt das nicht, dass andere Hunde auch nett zu Ihrem Kind sind.

 

 Zurück