Kleine Hunde haben sehr oft Schwierigkeiten mit größeren Hunden genauso wie große Hunde oft mit den Kleinen, deshalb ist es wichtig  hier richtig zu erziehen.

Für Lotti und Dino ist der Größenunterschied kein Problem.

                                                                                                                                                                                       

Lilly -   Zickenalarm !    

Oder warum man auch kleine Hunde erziehen sollte.        

Als ich mich vor drei Jahren für einen Jack Russell Terrier entschieden habe, tat ich dies ganz bewusst. Ich wusste genau was auf mich zukommt, da ich mich vorab über diese Rasse informiert habe. Der kleine Jack aus Belgien (nicht vom Hundemarkt, sondern von einem Bekannten der in Belgien lebt), den ich habe aufwachsen gesehen, hat mir mein Herz geklaut. Da stand für mich fest, so ein Hund soll es sein. Einige Jahre später war es dann endlich soweit, ich bekam meine kleine Lilly im zarten Alter von 7 Wochen. Sie war soooo süß und hatte soviel Charme, bald schon hatte sie uns alle in ihrem Bann gezogen. Erziehung ??? Natürlich auf jeden Fall - aber später - war sie doch noch so klein. Ich wusste sehr wohl wie wichtig es ist sofort mit der Erziehung zu beginnen, je leichter wird es sein. Wichtig ist es Jackies mit “konsequenter Liebe” zu erziehen. Die ersten Monate verliefen für Lilly großartig, hatte sie doch ihren eigenen Entertainer - MICH ! Mein Haushalt kam zu kurz, ich verbrachte Stunden auf der Hundewiese, im Wald und in der Welpengruppe. Zuhause bekam Lilly noch eine Denksportaufgabe nach der anderen, da Jackies auf jeden Fall Kopfarbeit brauchen (gilt übrigens für alle Hunde). Lilly wuchs und gedieh . Jede Welpenspielstunde gehörte ihr, alle Welpen rauften liebevoll miteinander bis Lilly mal wieder alle aufgemischt hatte, die Trainerin meinte darauf nur: “hoffentlich kommen nicht noch mehr Jackies”. Mein Hund war nun auch immer mehr der Meinung das ich nur für sie auf der Welt bin - und nur für sie! So glaubte sie das alle anderen Hunde von mir fern zu halten sind und von meiner Jacke, meiner Tasche und so weiter und so weiter. Sie zickte alle anderen an, ob groß oder klein, fühlte sie sich doch wie der König der Löwen. Bis eines Tages zwei Boxer aus heiteren Himmel über sie herfielen und sie zum Spielball werden ließen - und wo war ich da ? Leider nicht sofort zugegen. Nun habe sie hängen lassen (in ihren Augen), also musste sie sich selber wehren was sie von nun an VOR jeder Begrüßung tat. Was für ein Alptraum für mich.  Lilly wurde zum Kampfhund an der Leine. Wobei das noch das kleinere Übel ist, denn es ist ein Fakt das 68% aller Jack Russell Terrier gegenüber ihren Besitzern aggressiv sind.                              
Mittlerweile habe ich viel über Hundeverhalten gelernt und kann mit der Situation umgehen, ich weiß genau ob Lilly aus Angst oder aus Boshaftigkeit zum Monster wird. Aber ich hätte mir viel ersparen können, wenn ich anfangs konsequenter mit ihr umgegangen wäre. Natürlich war sie klein, sehr sogar, doch weiß ich heute das Terrier auf hohes Aggressionsverhalten und mit Neigung zur Selbstüberschätzung gezüchtet wurden und nur klein sind, weil Sie in DACHSBAUTEN und Kaninchenhöhlen krabbeln. Ja, auch kleine süße Hunde sind Hunde und stammen vom Wolf ab. Es gibt nichts schrecklicheres als Hunde zu vermenschlichen, sie nicht zu erziehen und ihnen damit die Möglichkeit verweigern ein artgerechtes Hundeleben zu führen das nach geregelten Strukturen und Abläufen verlangt - nicht nach Flexileinen und Würgehalsbändern.

                 Marion Schütz

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